Bestimmung der allgem. Begriffe in der Physik. 67
den; wohl aber ist es möglich sich in Gedanken das,was bei den Körpern die Ausdehnung bewirkt, zuverneinen (ein Fall, der z. B. bei dem geometrischenKörper cinlritt) und so den Begriff einer leeren be-stimmten Begränzung zu erhalten.
3) Jeder gegebene, bestimmt begränzte Raum,wird ein relativer Raum genannt, indem er. alsTheil eines grossem Raums gedacht werden kann..Führt man bei der Vorstellung des Raums die Ver-neinung der Begränzung fort, so stufst man endlichauf die dunkele Vorstellung eines unbe gl änzten,unendlichen oder absoluten Raums.
3) Bestimmen wir die Grösse des erfüllten Raums(Quantitas spatii), den Cubikinhalt oder Inbegriffeines Körpers, so nennen wir dieses das Volumendesselben. Erforschen wir hingegen die Beschaffenheitdes Raums (Qualitas spatii) , den ein Körper ein-ninunt, so erhalten wir dadurch Vorstellungen vonseiner Gestalt (Forma). Diese ist entweder äusse-re, dnreh das Verhältnifs der Lage der Flächen dieden Körper umgränzen bestimmt (Figuration, Figu-ra); oder innere aus dem Verhältnisse der Lageseiner Anhäufungstheiie hervorgehend (Bau, Structur,Structura).
4) Die Rauinbegränzung ist bei den natürlichenKörpern sehr verschieden, indefs lehrt doch die Er-fahrung, dafs im Allgemeinen die organischen Ge-stalten krummlinigt, die anorganischen hingegen ge-radlinigt begränzt sind, oder sich begränzen, wennnicht äussere einwirkende Kräfte Hindernisse in denWeg legen. Diese Verschiedenheit der Begränzungs-weisen läfst sich auch erschliessen , wenn man dasOrganische als das Selbstständigere, mehr in sich le.