Bestimmung der allgem. Begriffe in der Physik. 65
Substrat derselben, das Band, welches beide in ihrerbestimmt wirksamen Beziehung erhält, die Weltseeleals ein drittes, zur thätigen Existenz unbedingt Notli-wendiges gesetzt werden müsse.
2) Kant versuchte es zuerst aus Gründen a prioridie Nothwendigke.it der Annahme jener Grundkräftedurzuthun, und den einfachsten Gegensatz von Tlrä-tigkeit zur Bezeichnung wählend, nannte er die einedieser Kräfte anziehende (Attractiv - oder Com-pressiv- ) Kraft (Vis attractiva) , die andere abstos-sende (Repulsiv-, Expansiv- oder Dehn.) Kraft(Vis repulsiva s. expansiva). Beide Kräfte können alsZiehkräfte gedacht werden, nur mufs man dann an-nehmen, dafs die Anziehungen beider sich entgegenwirken , also von entgegengesetzter Richtung ausge-hen; man ,kann dann die eine als Attracti vkraftdes Universums, die andere als Attracti vkraftdes Individuums betrachten, und auf die Natur-thätigkeiten angewendet, ihnen (jedoch in Wechsel-wirkung gedacht) den Assimilationsprocefs des Uni-versums und den des Individuums als Belege ihresThätigen Yorhandenseyns zuweisen (Vergl. §. 3. N”.4>
5) Beide Grundkräfte können als thätige stets nurin Wechselwirkung: Kraft gegen Kraft (vergl. §. 19)gedacht werden, und es hat daher keinen Sinn,wenn man irgend ein Phänomen, z. B. das des Lich-tes als die freie (für sich vorhandene und wirkende)Dehnkraft etc. annimmt.
§. si.
Zu einem ähnlichen allgemeinen Gegensätzeals wie derjenige der Grundkräfle ist, führen die
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