Ailgem. Angabe < 3 . Gegenstandes d. Physik etc. 47
berichtigte nennen, mit Ausschlufs noch lebenderdeutschen Chemiker. Noch von einer andern Seite herwird die Verbindung der Physik und Chemie innigergeknüpft, indem Biot durch trefliche Beobachtungenan das schon von Newton und Euler geahneteVer-hältnifs der Brennbarkeit der Körper zur Brechungs.fäliigkeit durch’s Licht, und Ritter an die chemi-sche Bedeutung der Farben im prismatischen Farben-biide erinnert. Auch die Phänomene der Crystallisa-tion, welche früher Rome de Liste und IIaüy ge-nauer zu bestimmen suchten , erhallen durch deutschePhysiker eine ähnliche Aufstellung, indem man ihrVerhältnifs zu andern allgemeinen Phänomenen, z.B. zu den magnetischen nachzuweisen beginnt. Aehn-liclie Versuche, die sonst isolirt geschienenen Phäno-mene mit andern in Beziehung zu setzen, um dadurchbeide gegenseitig mehr zu erläutern, wer den jetzt zurTagesordnung; freilich häufiger zu Gunsten einer Hy-pothese (blossen Analogien folgend), als aus rück-sichtlosem Eifer für die Wahrheit. Als Beispiele be-rühren wir hier nur, die früher von Musciienbroekund Guiton Morveau untersuchten Phänomene derAdhäsion und Cohäsion; ferner diejenigen der Flui-dität überhaupt; der Wärme, wo Black, Cr'awford,Irwin, Rumford, Meyer u. a. in. sich bleibendeVerdienste erwerben; des Lichtes, deren mathema-tischer Theil durch Euler, Klügel und Langsdorfffast erschöpfend bearbeitet wurde; der Elasticität undder Schwere.— Der mathematische Theil der Physiküberhaupt erfreuet sich seit Newton einer vorzügli-chen Pflege, und ausser der Astronomie ziehen dieLehren von der Bewegung fester und flüssiger Kör-per, durch die Bemühungen eines Euler, Jon und