Allgem, Angabe rb Gegenstandes d. Physik etc. 4^
macht nun besonders Ernst Stahl, durch den Ver-such eines Systems der chemischen ErscheinungenEpoche. Bemerkenswerth sind in dieser Periode dieBemühungen eines Geoffroy, Reattmur, Baume,Sage, Lewis, Scopoli, Landriani , Lowitz , Wieg-leb, Marggraf, J. F. Meyer, J. C. P. Erxleben,Wenzel, Boerhave, Macquer, Laz. Splanzani,und vorzüglich Jos. Priestley, Torbern Bergmann,Carl Wilh, Scheele und Liciitenberg. — Berg-manns Bemühungen, die Erscheinungen der chemi-schen Anziehung auf bestimmte Gesetze zu reduciren;Priestley’s und Scheele’s zahlreiche Entdeckungen,und Lichtenbergs scharfsinnige Beurtheihmgen ge-währen der wissenschaftlichen Gestaltung der Physikentschiedene Vortheile. Die Untersuchung der Luft-arten, worin sich Priestley hauptsächlich bleibendeVerdienste erwirbt, eröffnet den Arbeiten der Chemi-sten ein ganz neues Feld, und dient (als pneuvmati-sche Chemie) sehr bald dazu, für die gesammte Na-turkunde eine neue Metamorphose herbeizuführen.L. Lavoisiep. , das Verhältnifs des brennenbefördernden und athembaren Theils der atmosphärische Luftgegen alle brennungsfähigen Substanzen bestimmend,zeigt die Nichtigkeit des Grundes, worauf Stahl seinSystem und seine Theorie der Verbrennnng stütztund versucht es in einer neuen Theorie, die auf ge-naue Versuche gebaut ist, der Chemie ein neues, (da ssogenannte antiphlogistische) System zu geben. Ge-nauigkeit in Piicksicht des Gewichts und in Bestim-mung der Qualitäten, wird jetzt zum ersten Grund-satz aller Experimental - Untersuchung erhoben, undzieht bald die glücklichsten Folgen nach sich. Schonfrüher waren durch die Bemühungen eines William