28 Einleitung. I. Abschnitt.
deren Gültigkeit durch Schlüsse (ratiocinia) bewie-sen wird, nie..jene unmittelbare Gewifsheit, sondernnur Wahrscheinlichkeit möglich ist.
§. 8 .
Auf diesem Wege gelangt der Mensch nachund nach zur Einsicht der Natur; er sammeltdie aufgefundenen Wahrheiten, und bildet daraus,von der seinem Wesen mehr oder, minder be-weist inwohnenden Idee des Ganzen geleitet,ein wissenschaftlich zusammenhängendes Gebäu-de: eine Theorie der Natur und ihrer einzel-nen Erscheinungen, welche seinem suchendenGeiste, bei fernerer Forschung zum Leitstern
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dient. ^
Bemerk, i) Die menschliche’ Einsicht oder Anschauungist entweder empirisch (Sinnesanschauung) in-teile ctuet (z. B. reine Zeit, reiner Raum in derMathematik) oder rationell (die Idee des göttli-chen Seyns). ™
a ) Die empirische Naturwissenschaft, in sofern sieals Erfahrungswissenschaft, von der Idee des vorhan-denen Ganzen geleitet, sich nur im Gebiete der Be-obachtung nud des Experiments hält, fafst nur auf,was da ist und wirkt, was als reine Tliatsaclie er-scheint. Sie deutet daher das Besondere aus dem All-gemeineren, weiset auf den nächsten Grund der Er-scheinungen hin, und macht diese dadurch zw r ar kla-rer, aber erklärt sie streng genommen nicht; wozudurchaus die Nachweisung des lezten Grundes, dieZurückführung auf das Wesen der Natur, und dessen