Allgem. Verliiiltnifs des forschenden Menschen, 20
nungen bemerkt 'waren, um so falscher wird dir-Erfahrung ausfallen. Die Erfahrungen künstlichzu vermehren und zu erweitern, erfordert Ta-lent, Besonnenheit, Ruhe, Ausdauer und Uebung,und ist in der Regel durch solche Erscheinun-gen möglich, die der Mensch durch eigenmäch-tige Veränderungen der Natur zu Gunsten seinerBeobachtungen veranlafst, und die man Ver-suche oder Experimente (Experimenta) zunennen pflegt.
Bemerk, i ) Vergl. Bac. de Verulamio de interpre-talione naturae; a. a. O. S. 264. — T. Bergmannin s. Opusc. phys. - chemic. V. I. in Tntroduct. — J.G. Zimmermann von der Erfahrung in der Arznei'kunst I. II. Zürich 1764. 8. — F. Sennebier hartd’observer. ä Geneve 1775. F.LII. übers, von F. Gme-ein. Lcipz. 1776. 8-— Carrard art d’observer. aAmsterdam 1777. 8- — Ueber die speculative Ten-denz der Erfahrnen. Vom Prof. J. Ad. Schmidt inWien, in Schellings Jalirb. d. Med. I. B. I. H.91. etc. — Die Kunst, phys. Vers, anzustellen, vondem Herrn Abt Nollet. A. d. F. Leipz. I. II. III.
2) Zur Beihülfe unserer Sinne, und zur Anstellungder Versuche überhaupt, bedient man sich der Werk-zeuge (Instrumenta) die man zusammen unter demNamen des physischen Apparats ( Supellex phy-sica) begreift; der sich durch Einfachheit und Ge-nauigkeit dem Versuchansteller empfehlen mufs.
5) Alles Aeussere, was der menschliche Geist durchdie Sinne empfindet, unter bestimmten Formen an-schaut, nennen wir Erscheinung, Phänomen