Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
14
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i/ f Einleitung. I. Abschnitt.

Bemerk, i) Wir erkennen unsere Sinne als geistige Me.dien von Raum und Zeit; ein Verhältnifs., welchesschon daraus erhellet, dafs jeder Sinnesgebrauch mitVorstellungen verknüpft ist, die bei jedem einzelnengesunden Sinne einen eigentümlichen Character ansich tragen, worin alle Menschen übereinstimmen,denen die Möglichkeit des richtigen Gebrauchs derSinne zu Theil wurde. Z. B. alle unterscheiden mit-telst des Auges: Licht und Finsternifs; mittelst derGefühlorgane: Wärme und Kälte etc., ohnerachtet beijedem einzelnen Individuum mehr oder minder be-deutende Modificationen der mit dem Gebrauch un-mittelbar verknüpften Vorstellungen eintreten. Offen-bar folgt hieraus, dafs durch unsere Sinnesorganeselbst erst die Prädicate der Dinge , so wie sie unserscheinen, erzeugt werden, mithin in der Helle,Farbe, Wärme, Kälte etc. nicht die unmittelbare Fnt-faltung des Wesens der Aussendinge gegeben sey. Ei-ne unmittelbare Erkenntnifs dessen, was in den Er-scheinungen Wahres ist, würde mithin nur hervor-gehen, wenn unser Geist unbeschränkt die Welt zuschauen vermögte, ohne irgend ein geistiges Mediumvon Zeit und Raum zu bedürfen. Es fragt sich aber,ob auf dem Standpunkte organischer Entwickelung,den wir als Menschen behaupten, nicht schon eineAnnäherung zu einer solchen geistigen Schauung desDaseyenden möglich ist, und ob hierin nicht geradedas Verhältnifs der Sinne zu unserem erkennendenIch bestehe? Wir bejahen diese Frage, indem wir andas oben bemerkte Verhältnifs unseres Ich zur Weltfolgendermasen erinnern: als höchste Vergleichungs-siufo für die Aussenwelt, stellt der Menseh sich selbstauf. Was er sucht, forscht, ist das was seinem We-