Allgem. Verliältnifa des forschenden Menschen 9
prius, Fichte’s Steigerung des reinen Bewufstseynsbis zum absoluten Selbsthandeln, in seinem reinenIch (als Princip des Denkens und Seyns, der Ideali-tät und Realität, welches die Aufgabe hat, sich vomNicht-Ich nur abhängig zu machen, um es zu er-kennen , und dadurch zur ungetrübten Anschauungseiner selbst zu gelangen; die Welt ist dem Ich einsubjectives Object, eben so verschieden, als wie esdem Ich gelungen ist, seine obige Aufgabe zu lösen,die Nothwendigkeit der Lösung steht als einmal ge-geben da, zu ihr reicht kein Begreifen und Wissen,sondern — Glaube) und das Absolute des Schelling,sind als eben so viele eigenthümliche Bestrebungenanzusehen, jene Aufgabe zu lösen: das Wesen derDinge aus der ewigen Einheit zu erkennen. Schel-ling einsehend das Mangelhafte in der Art, wie sei-ne Vorgänger sich jenes Princip theils eigen zu ma-. chen, theils durchzuführen versuchten , stellt — ausden altern Weisheitsschulen eines Plato, Spinozaund Leibnitz zurückkehrend — nach dem Bei-spiele des erstgenannten ein Princip auf, wel.ches sich durch Einheit, Unbedingtheit und Allge-meinheit karakterisirt, und sich ausspricht als Iden-dität der absoluten Idealität und der absoluten Rea-lität, und dadurch sowohl auf formelle — logische —als auf reelle und objective Gültigkeit Anspruch macht.Geister - und ICörperwelt exisliren durch einen ewi-gan Schöpfungsakt des Absoluten. — Die Mannigfaltig-keit der Individuen geht in’s Unendliche.—Alles Sey-endc gehört entweder in die Weit freier Geister oderder absoluLen Abhängigkeit des Causalnexus. Nichtsgeht unter.) Zugleich begegnet er dadurch dem fürdie Geschichte des Criticismus wichtigen Eimvurf Ja-