Druckschrift 
1 (1810)
Entstehung
Seite
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Einleitung. I. Abschnitt.'

Idealität urd Realität. Beide sind ihm, ihrem Wesenzu Folge, eins, nicht absolut, sondern nur relativentgegengesetzt. Seine Philosophie, auf Idendität desSeyns und Denkens sich gründend, ist Idenditätsphi-losopbie. Zu ähnlichen Einsichten gelangten auchSpinoza und Leienitz , bildeten aber ihre Systemeeinseitig, indem der erstere das Urseyn (die absoluteNatur) lezterer das Urdenken (die absolute Intelli-genz, Monas) als jenen lezten Erkenntnifs- und Wis-sensgrund aufstellten. Spinoza war Realist, LeibnitzIdealist. Des Cartes setzte Geister und Naturweltals einander absolut entgegengesetzt, und die Gott-heit als Vermittlerin ' gegenseitiger Wechselwirkungund Harmonie; er war Dualist. Kant setzte als leztesPrinzip des Wissens, die Einung der Anschauungsfor-men und des Denkens im reinen Selbstbewufstseynoder im Ich. Die menschliche Vernunft ist endlichund sinnlich, sie ist beschränkt; vermöge dieser Be-schränkung giebt es für uns unüberwindliche Unwis-senheit, keine absolute Erkenntnifs, wir können nurwissen, was im Gebiete der Erscheinungswelt liegt,jenseits derselben ist das menschliche Wissen abso-lut beschränkt, dem ewigen nähern wir uns nur durchGlauben. Um dem Kan tischen Systeme die man-gelnde Einheit zu verleihen, wandelte Reinhold denGrundsatz, alles Wissen aus einem ersten Principabzuleiien, in die Aufgabe aller Philosophie: das Wie-sen der Dinge aus dem Wesen der Gottheit zu er-kennen; wogegen Fries den Einwurf machte, dafsder Mensch das Wesen der Gottheit weder fassen nochbegreifen könne, viehveniger noch das Wesen derDinge aus ihm, wobei wir auf i. und oben hin-weisfo. Reinuolds Denken als Denken, Bardilis

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