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1 (1810)
Entstehung
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Einleitung. I. Abschnitt.

ren; die meisten Kenntnisse erlangen wir indefs nurdurch Wechselwirkung unserer Sinne und unseres Ver-standes, d. i. auf dem Wege der Erfahrung (a poste-riori) wo der Gegenstand nicht von uns producirbarist, und die Natur desselben, als etwas von uns un-geschaffenes (und im Moment der Erforschung) vonuns unabhängiges angesehen wird. Die Aufgabe isthier, die gesammten Erfahrungen in richtige Beziehungmit unserer Vernunft zu setzen, oder die Gesetze,welche die Erfahrung darbietet, die der Verstand ausihnen durch Vergleichung ableitet, durch die Ver-nunftgesetze zu berichtigen, und ihnen so wissenschaft-lichen Werth zu geben, oder vereint als empirischesWissen von dem Gegenstände, als Erfahrungswissen-schaft aufzustellen; die man indefs richtiger durchKunde (z. B. Arzneikunde) bezeichnet. Ilieher ge-hören denn auch die Kenntnisse von der Natur, soweit sie gegenwärtig gediehen sind; streng genom-men, kann man nur von einer Naturkunde spre-chen, ohnerachtet die ältere Geschichte und unsere Zeitmehrere achtungswerthe Männer zählt, die entwederdas Erfahrene zur Wissenschaft erhoben, oder aus derhöchsten Idee des Seyns, den mannigfaltigen Ausdruckdieser Idee in den Erscheinungen gesetzmässig zu be-stimmen , und somit die Möglichkeit der Natur inihrer unendlichen Mannigfaltigkeit darzuthun sich be-miiheten. Es ist dieses das Geschäft der Philoso-phie, oder der Wissenschaft des an sich Wahren, dieeigentlich in ihren Gesamtbeziehungen Naturphi-losophie ist, gewöhnlich aber diesen Namen erhält,wenn sie mit Ausschlufs der Ideen der Moral und desRechts die Möglichkeit und Nothwendigkeit aller Be-ziehungen des innern Menschen zur Natur, wie sie