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Th. 2 (1843)
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Ueber Maria Elconora.

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geben, doch nicht ohne Maria Eleonora's Unzufriedenheit dadurchz» errege»; denn sie liebte ihre Schwiegeri» nicht, man weißnicht mehr aus »reicher Ursache. Das Verhältniß zur Tochteränderte sich nach des Königs Tode. Die kleine Christina trafmit ihrer Mutter in Nyköping zusammen, und ward nun mitdem Ausbruche der grenzenlosesten Liebe empfangen. MariaEleonore» konnte sich nicht satt an dem geliebten Kinde sehe»,dasselbe als Abbild und Andenken deS geliebten Verlornen Gattenbetrachtend. Nicht einen einzigen Augenblick wollte sie es vonihrer Seite lassen, weder Tag »och Nacht. Die kleine lebhaftePrinzessin fand es todtlich langweilig, in der schwarzbehangnenStube mit ihrer unaufhörlich weinenden Mutter eingeschlossen zusein; aber es hals ihr nicht! So verflossen neun Monate, d. h.die ganze Zeit, daß die Leiche zu Nykoping stand. Auch »»achder Beerdigung setzte Maria Eleonora dieselbe Lebensweise fort,und erklärte, daß sie Christine» nicht von sich geben »verde, am»»'eiligsten der Psalzgräsin. Es ging damals das Gerücht, daßdieser Fürstin von ihrem Manne einige Neigung für die reformirteGlanbenslchre eingeflößt worden wäre; weswegen Maria Eleonorasie „das kalvinische Weib" zu nennen Pflegte. Sie suchte nunlistig diesen Verdacht zur Erreichung ihrer Absicht zu benutzen,und versicherte den Bischöfen, „daß sie niemals zulassen »verde,daß ihre Tochter einen» „kalvinische» Weibe" übergeben, unddadurch der Gefahr ausgesetzt »verde, von dem unverfälschten Lichtedes Evangeliums hinweg gelockt zu »verde»»." -— Man fürchtetezwar hierin, wie in andern Hinsichten, nicht das Geringste vonder allgemein geachteten Katharina; aber es schien dem Rathehart mit Gewalt Tochter und Mutter von einander zu trennen,und die letztere bedurfte, nach dem erlittnen Mißgeschick, wohleiniges Trostes. Christina ward der Mutter noch gelassen, zumTheil gegen die Ueberzeugung des Rathes, und zum unaus-sprechlichen Schmerz für sie selbst, die sich nun auf Jahre gleichsamin ein schauderhaftes Gefängniß eingeschlossen sah. Die einzigeFreiheit, deren sie genoß, war während der Lehrstunden, welche siedaher als ihre glücklichste Zeit betrachtete, und allmählich bis zu6 Stunden Vor- und 0 Stunden Nachmittags vermehrte, höchlicherfreut über jede Minute, in welcher sie den» schwarzen Gemacheentfliehen konnte. So ging es drei Jahrelang; und es warI» 15