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Th. 2 (1843)
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220
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220 Sechs und fünfzigstes Capstsl.

dergleichen Austritte, Es half nicht. Sie haste sogar aus Deutsch,land an den Neichsrath geschrieben, daß er doch das Begräbnißbis zu ihrem eignen einstigen Tode aufschieben mochte, auf daßsie während ihrer noch übrigen Lebenszeit sich beständig an ihresseligen Herrn Anschauen erfreuen könnte. Der Neichsrath gabnatürlicher Weise eine abschlägige Antwort; aber nm sie docheinigermaßen zufrieden zu stellen, wurde das Begräbniß, erst biszum Februar, dann. bis z»m Juni 1634 aufgeschoben. Unterdessenbeschäftigte sich ihre Phantasie mit allerhand Planen. Einmalhatte sie den Einfall, daß die Beerdigung in Upsala. statt finden,sollte; und als es dem Rathe endlich gelang sie zu überreden,daß dieselbe, d-em eignen Willen des Königs gemäß, in Stock-..holm verrichtet werden sollte, suchte sie sich das Recht vorzube-halten, daß sie später die Leiche »ach Strömsholm hinüber führendürste, wo sie zu diesem Endzwecke ein prächtiges Denkmal zuerrichten beabsichtigte.. Nur mit großer Mühe und unter Unan-nehmlichkeiten, konnte man sie vermögen, von diesem absonderlicherVorsätze abzustehen.

Unterdessen war das Grabgewölbe fertig geworden, so wie es.jetzt noch zu sehen ist. Aus den sieben Seiten waren, in kurzenSprüchen, des Königs Thaten und Eigenschaften angedeutet; zuobcrst unter dem Kreuze saß ein Pelikan, der für seine Jungendas Blut aus seiner eignen Brust vergoß.

Am 21. Juui 1634 langte die königliche Leiche in derDrännkirche au, von welcher aus der Einzug am folgenden Tagemit aller möglichen Pracht eröffnet werden sollte. Bei Brunkcbcrgstanden 8 bei Lützen eroberte Kanone», von den Siegesfahnenbei Breitenfeld umgebe». Im Zuge sah man unter andern dieBlutssahne, von Fredrik Stcnboek, daS Neichspanier von LennartTorstensson, das ans dem Schlachtfelds gefundene Schwert vonKarl Horn getragen, u. s. w. In der Kirche ward die Leichen-predigt vom Bischof Johannes Bothvim gehalten, welcher denKöuig in den meisten seiner Feldzüge begleitet hatte. Als Te.rthatte Maria Eleonora selbst die Worte gewählt, 1. Maecab. 0:20, 21: „Und alles Volk Israel trauerte um Juda lange Zeit,und klagten ihn sehr und sprachen: Ach! daß der Held um-kommen ist, der Israel geschützct und errettet hak!"

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