Sagen über Gustaf Adolfs Tod.
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verkaufte indessen den Franzosen ein krummes Schwert, auf dessenKlinge verschiedene astrologische und kabbalistische Zeichen cinge-graben waren. Er gab es für das unter den Katholiken so viel-fach besprochne Zanberschwert Gnstaf Adolfs aus, und als solchesward es noch lange nachher gezeigt, und hat Veranlassung zuvielen gelehrten Schriften und Untersuchungen gegeben. Seinwirklicher, bei Lützen gebrauchter Degen wird in der Rivdarholms-kirche aufbewahrt; sein Koller in Wien; einer seiner Spornenward Holk verkauft, und ist später nach Dänemark gekommen.Einer, Namens Schneeberg, welcher Lieutenant in Götze's Regi-ment war, hatte die goldne Kette genommen, welche lange beiseinen Nachkommen bewahrt ward.
Ein andres Gerücht behauptete, daß Herzog Bernhard vondem Verbrechen gewußt habe; konnte aber dafür keinen andernBeweis als seine spätere Vertraulichkeit mit dem vermeinten Mör-der, Franz 'Albert, anführen.
Ferner ging die Sage, daß ein Reitknecht des Königs denmörderischen Schuß abgefeuert, und alle Kostbarkeiten desselben,darunter auch das Fernglas, mitgenommen habe. Auf dem Todes-bette vertraute er dem Priester das letztere an, und bekannte seinVerbrechen. Diese Begebenheit sollte sich zu Naumbnrg zuge-tragen haben. — Eine andre Sage anS Creilsheim in Frankenberichtet ungefähr Dasselbe, doch von einer andern Person.
Als Karl XII. sich 1707 in Sachsen aufhielt, empfing ervon unbekannter Hand eine» Brief, der in deutscher Sprache einegereimte Erzählung von Gustaf Adolfs Tode enthielt. Die Schriftwar schon alt und halb vermodert, und von einem Hans vonHastendorff unterzeichnet, welcher versichert, verwundet auf demSchlachtfelde gelegen, und Alles mit angesehen zu haben. HerzogFranz Albert wird darin, obgleich nicht mit ausdrücklichen Worten,als der Mörder angedeutet. Uebrigens enthält die Schrift vieleWidersprüche und deutliche Spuren davon, daß sie untergeschobenworden. So betrachtete auch Karl XII. sie. „Ich kann nimmerglauben," sagte er, „daß ein Fürst seines Königs Wohlthatendurch eine so arge Undankbarkeit hätte belohnen können!" »4).
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