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Th. 2 (1843)
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Die Schlacht bei Lützen.

zurückgetrieben, PappeiihelmS so gut wie aufgelöst; nur die Mittebehauptete noch ihre Ordnung und ihren Platz. Doch ward sie nuraus den zwei noch übrige» Fußbrigadeu und Piccolomini'S Kürassierengebildet. Aber diese Keriitruppcu blieben auch unerschütterlich.Die Schweden gingen zum drittemnale über die Gräben, nahmenzum drittenmal« Wallcnsteins Kanonen, fielen zum drittemnale dieBrigaden an, und jetzt mit bedeutender Uebermacht. Aber derWiderstand war auch zum drittemnale eben so fest und beharrlich.Wallcnstein that Alles um das Feld zu behaupten. Piccolomini,mit sechs Wunde» bedeckt, bestieg das siebente Pferd an der Spitzeseines Regimentes, von welchem beinah alle höher» Officiere undein großer Theil der Mannschaft gefallen war. Die Uebrigge-blieben.cn verließen ihren Obersten nicht. Diese hcldemnüihigenAnstrengungen, von dem schützenden Nebel unterstützt, unterhieltenden Kampf, bis die Dunkelheit des Abends demselben ein Endemachte. Aber kaum hatte das Fechten, um dieser Ursache willen,aufgehört, als Wallenstein auch schon Befehl zum Abzüge gab,welcher so hastig angetreten ward, daß man die Artillerie auf demWahlplatze zurückließ. Gleich nachher langte das PappenheimischeFußvolk von Halle her an; doch in Ermangelung bestimmter Vor-schrift folgte es dem fliehenden Heere auf der Straße nach Leipzig.

Die Schweden brachten die Nacht auf dem Schlachtfelde zu,mrd eigireten sich dadurch den unwidersprechlichsten Beweis fürden errungenen Sieg zu. Am Morgen kamen einige Kroaten umdie wallensteinischcn Kanonen mit sich zu führen. Statt dessenwurden sie selbst von den Schweden mit genommen, die sich sowohlder Artillerie, wie des Trosses der Oesterreicher bemächtigt hatte».

Der eigentliche Kampf hatte, mit geringer Unterbrechung,im Ganzen sechs Stunden gedauert, und war mit besonders heftigerErbitterung geführt worden. -Auch war das Schlachtfeld wie mitTodten überdeckt. Man rechnete deren MOO zusammen, ungewißwie Viele darunter zu jeder Parthei gehörten. Die Kaiserlichenverloren alle ihre Artillerie, eine Menge Fahnen nebst Pappen-hcim, und nicht weniger als neun Obersten; die Schweden ihrer-seits auch Viele Fahne», außerdem die Befehlshaber Brahe,Winkel, Uslar u. m. a., und endlich ihren großen König.