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Der Zug nach Lützcn.
die mitgefühlten Truppen daselbst ins Winterquartier gelegt werden,und Pappenheim selbst, nur von zwei Regimentern Kroaten be-gleitet, den Zug nach Nieder-Sachsen fortsetzen, und in Ver-bindung mit den dort liegenden Truppen Köln zu Hülfe eilen.Walleustein begleitete ihn mit dem ganzen Heere bis Lützen, vonwo er nach Leipzig wollte, vielleicht um dort seine Winterquartierezu nehmen. In Weißcnfels wurden einige hundert Mann zurück-gelassen, um mit wachsamem Auge des Königs Bewegungen zufolgen, und man kam überein, daß man, im Fall die Schwedensich irgendwo zeigten, durch drei Kanonenschüsse den andernTruppen Nachricht davon geben würde.
Es war am 4. November als Wallenstein und Pappenheimvon Weißenfels abzogen, und schon denselben Tag ward GustafAdolf davon unterrichtet. Er beschloß sogleich aufzubrechen, umwo möglich über Pegan sich mit dem Herzoge von Lüneburg zuvereinigen, und schon am 5. November ein paar Stunden vorder Morgendämmrung verließ er Naumburg. Eollorcdo, welcherin Weißenfels befehligte, ließ bei der Nachricht von der Be-wegung der Schweden, die drei verabredeten Kanonenschüsse lösen,und suchte sich dann nach Lützen hin zurückzuziehen. Die Schwe-den folgten ihm nach, und machten mehrere seiner Leute zu Ge-fangenen. Erst durch diese erhielt der König bestimmte Nachrichtüber Pappenheims Abzug nach Halle, und wie ei» Blitz durch-seihe ihn der Gedanke, Wallensteins Truppen zu überraschen und zuvernichten, ehe dieser einige Vertheidigungsanstalten machen, undehe Pappenheim zu seinem Beistande zurück sein könnte. Vonden Anhöhen bei NiPPach hatte man eine freie Aussicht über dieunten hin nach Norden liegende Ebene, wo Lützens Thurm sichzeigte, der nicht weit entfernt zu sein schien. Aufgefangene Bauernversicherten, daß die Entfernung nur eine Meile betrage, uns daßdie Kaiserlichen, ganz abgemattet vom gestrigen Zuge, sorglosund weit zerstreut in Dörfern umher lagen; und jetzt überbrachteneinige Reiter auch noch eine, Colloredo's Leute» genommene,Fahne, auf deren einer Seite das Glück und auf der andern derkaiserliche Adler gestickt waren. Alle Umstände schienen zu einemkühnen Angriffe zn verlocken, und einen glücklichen Erfolg zuversprechen. Der König faßte augenblicklich seinen Beschluß.Anstatt den Zug nach Pegan fortzusetzen, wandte er sich nach