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Th. 2 (1843)
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Ein und fünfzigstes Capitel.

i„ Eile ein verschanztes Lager um Namnburg aufführen lassen,ungefähr so, wie früher um Nürnberg. Schon am 1. Novemberwar Alles in Ordnung; aber die Herbstkälte vermehrte sich soplötzlich, daß die Soldaten es nicht länger unter den Zelten aus-halten konnten, sondern schon am 3. November in die Stadt ge-führt werden mußten. Es schien als ob der Feldzug für diesmalganz beendigt wäre.

In Weißenfels, kaum eine Meile entfernt, lag, wie gesagt,das kaiserliche Heer. Es war die Rede davon, die schwächer»Schweden anzugreifen; aber der Weg nach Namnburg war schlechtund schwierig; des Königs Lager wie gewöhnlich beinah uneinnehm-bar, und endlich die Kälte schon so stark, daß die Soldaten es aufdem Felde nicht mehr aushalten konnten. Aus diesen Ursachen warder ganze Kriegsrath, sogar Pappenheim und Holk, der Meinung,daß man alle Gedanken daran, den Feind noch anzugreifen, auf-geben müsse. Statt dessen ward ein andrer Vorschlag gemacht.Der ruhmsüchtige Pappenheim wollte nehmlich höchst ungern un-thätig bleiben, noch weniger unter eines Andern Befehlen dienen,weswegen er es auch, wie schon erzählt, unterließ, vor NürnbergWallenstein zu Hülfe zu kommen. Auch diesmal hatte er durchheimliche Unterhandlungen in Wien, München und Madrid umdir Erlaubniß nachgesucht, in Nieder-Sachsen ein eignes undganz unabhängiges Kriegsherr errichten und anführen zu dürfen.Nur die Furcht vor Wallensteins Mißfallen hatte den Hos ver-hindert, die begehrte Erlaubniß zu ertheilen, und nur durch jenesFeldherrn ausdrücklichen Befehl, welcher der Sicherheit wegen auchfür die untergeordnetem Officiere ausgefertigt worden war, konntePappenheim zu der eben bewerkstelligten Vereinigung vermochtwerden. Er suchte so schnell wie möglich wieder loszukommen,und wußte es so einzurichten, daß der Kriegsrath vorschlug, ersolle nach Nieder-Sachsen zurückkehre», um von dort aus dembelagerten Köln beizubringen. Unterdessen kam die Nachricht,daß Gustaf Adolf, der Kälte wegen, seine Truppen in die Stadtgezogen habe, welches man für ein Zeichen nahm, daß er vorhabein die Winterquartiere zu gehen. Wallenstein gab daher dem ge-machten Vorschlage seine Vcistlmmung, und Pappenheim wardmit ungefähr 12,000 Mann auf dem Wege nach Halle abgeschickt.Diese Stadt nebst dem Schlosse sollte den Schweden genommen,