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Achtes Capitel.
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Gustaf Adolf hatte unterdessen Mitte December seine Truppenin das Land nördlich von Stettin verlegt. Schaumburg, welcherglaubte, daß die Schweden, unerachtet dcS bei jener Zusammen-kunft Gesprochn«!, in die Winterquartiere gezogen wären, beschloßnun dasselbe zu thun, und sandte daher einen bedeutenden Thulseiner Macht ins Brandenburgische. Aber ehe die von Lilly er-warteten Truppen angekommen wären, wollte Gustaf Adolf dieGelegenheit benutzen und die solchergestalt geschwächte Besatzungvon Greisenhagen und Gartz angreifen; er wählte die Weihuachts-tage selbst für die Ausführung seines Vorhabens. Am 23. Decemberversammelten sich außerhalb Stettin die schwedischen Truppen,12,000 zu Fuß, und 6000 zu Pferd; dazu noch ein Haufenschwerer Artillerie, welche auf Prahmen die Oder hinauf geführtwerden sollte. Am 24. oder am Weihnachtsabend selbst, brachdas Heer, nach dem allgemeinen Gottesdienste auf, und zog gegmSüden. Von Damm nach Greifenhagen ist eS nur 2 Meilen
WegeS. Noch während der Nacht gelangten die Schweden hin,und warfen gleich ihre Verschauzuugcu auf den umherliegendenHöhen auf. Um 5 Uhr Morgens fingen 60 Kanonen an ihreBlitze gegen die Stadt zu schleudern, ein Leuchten und Läutenzur Christmette, welches den Kaiserlichen gar wenig willkommenwar. Sie waren dort drinnen 2500 Mann stark, unter Anführungvon Fernando de Capua, einem Italiener, tapfer aber raubsüchtig,wie Conti. Die Unmöglichkeit einsehend auf die Dauer sich ver-theidigen zu können, sandte er die Fahnen und den Troß schonvoraus nach Gartz hin; war aber demunerachtet entschlossen, einentapfern Widerstand zu leisten. Weiter hin am Tage war es denschwedischen Kugeln gelungen, eine ziemlich große Oeffuuug inder Mauer zu machen. Gustaf Adolf wollte aber gleichwohl seineTruppen nicht den Gefahren eines Sturmes aussetzen, sondernerst näher den Mauerbruch untersuchen. DicS geschah durch Wil-denstein , Oberstlieutenant des gelben Regimentes. Ganz und garin Harnisch gekleidet, ging er mitten durch das feindliche Feuerhin, und besichtigte mehr in der Nähe die Mauern und derenZustand. Glücklich zurückgekehrt, rieth er dem Könige eine Zeit-lang das Schießen fortsetzen zu lassen. Es geschah, der Mauer-bruch erweiterte sich, und Nachmittags wurden die Schweden zurrSturm geführt; das gelbe Regiment an der Spitze, zuerst nchmliy