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jener Kirche sich halte. Bey dieser Stimmung konntees wenige nur geben, die selbstständig über den Werthder beiden Kirchen, in welche die abendländische Chri-stenheit sich theilt, urtheileten, und sich bewogen fühl-ten, mit Hintansetzung jeder äußern Rücksicht, zu derKirche öffentlich sich zu bekennen, weiche das Evange-lium am treuesten bewahrt und wiedergiebt, und demreligiösen Bedürfnisse die meiste Befriedigung ver-spricht.
Auch diese Zeit des herrschenden Jndifferentis-mus aber ist abgelausen; das religiöse Interesse istwieder erwacht in den Deutschen Völkern, und da nundie Ursachen nicht mehr wirksam sind, welche in frü-hem Zeiten den Uebergang von einer Confession zuder andern hinderten, so läßt sich mit mehr alsWahrscheinlichkeit voraussehen, daß, was sonst seltennur geschah, in der nächsten Zukunft häufiger als je-mals erfolgen werde. Auch haben sich dergleichenFälle in den letzten Jahren oftmals schon ereignet; sowie Protestanten zur katholischen, so haben auch anvielen Orten Katholiken zur protestantischen Kirchesich gewendet. Hierzu kommt, daß in diesem Augen-blicke der neubefestigte Römische Katholicismus die Zü-gel des KirchenregimenteS schärfer anzieht und nichtsunversucht läßt, diejenigen, welche eine Hinneigungentweder zu seiner geistcrbändigcnden Hierarchie oder zuder sinnlichen Herrlichkeit seines Gottesdienstes verra-thcn, zu sich hinüber zu ziehen. Je mehr dieses ge-schieht, desto stärker muß auch gegenseitig das Ver-langen nach GeistcSfreyhcit hervorbrechen, und je öftersolche, welche entweder selbst dieses Gutes nicht bedür-fen oder cs doch der Welt nicht gönnen, zur katholi-