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und der Dragoner erzwang. Der Grund hiervon lagin dem Religionshasse, in welchen beide Partheyensich gleichsam hineingearbeitet hatten, in den Gesehen,welche hier die Protestanten und dort die Katholikenvon der Wohlthat der bürgerlichen Rechte ausschlossen,und in dem Umstande, daß auch die Protestanten vondenen, welche ihnen sich zugesellen wollten, nicht bloßdie Billigung ihrer Grundsähe, sondern auch die Zu-stimmung zu allen Eigenthümlichkeiten der lutherischenoder calvinischen Dogmatik forderten. Wer damalsvon einer Confession zu der andern überging, lud denVorwurf und die Schmach seiner ganzen Familie,seiner Vaterstadt, und wenn er hoch gestellt war, sei-ner ganzen Parthey auf sich, und mußte in den mei-sten Fallen mit allen seinen bürgerlichen Verhältnissenbrechen. Auch konnte es in der That für den nachGlaubensfreyheit verlangenden Katholiken nicht einla-dend seyn, daß er bey dem Eintritte in die protestan-tischen Kirchen zu der Annahme aller und jeder Be-stimmungen ihrer sehrbegriffe sich verpflichten sollte.
Seit den lehten fünfzig Jahren minderte sichzwar die Einwirkung dieser Ursachen. Der alte Re-ligionöhaß erlosch, die Orthodoxie hörete aus über demBuchstaben der Symbole zu halten, und der Grund-satz der Religionöduldung trat in Gesehen und Ver-fassungen in das beben herein. Dagegen aber verbrei-tete sich nunmehr ein religiöser Jndiffercntismus, wel-cher entweder in entschiedenen Unglauben überging,und ein stillschweigendes Zurückziehen von aller Reli-gionsübung zur Folge halte, oder doch an der reli-giösen Forschung kein besonderes Interesse nahm, undes für gleichgültig erklärte, ob man zu dieser oder zu