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Solcher Tadel aber ist von jeher mit großerVoreiligkeit gegen diejenigen erhoben worden, derentieferes Religionsgefühl man nicht zn würdigen wußte,von denen besonders, welche nichts Eigentümlichesdulden wollen. Soll aber nicht jeder fromme Menschder Gefahr ausgescHt seyn, von denen, welche ihnnicht verstehen und sein innigeres und tieferes Gefühlnicht theilen können, ein Schwärmer genannt zu wer-den, so muß man bestimmte Merkmale der Reli-gionsschwärmerey fesisetzen, welche, nach meinem Da-fürhalten, in dem Wahne, daß man übernatürlicheKräfte besihe, in der Einbildung, daß man besonderergöttlicher Offenbarungen gewürdigt werde, und in derUngeneigtheit, irgend einer kirchlichen Ordnung sich zufügen, bestehen. An den Anabaptisten, an Georg Fox,dem Stifter der Quäker, wurden diese Merkmale ge-funden und darum nennt man sie mit Recht Schwär-mer. Nichts von dem allem aber ist an dem Pfar-rer Hcnhöfer oder an einem andern Mitglieds derneuen Gemeinde wahrgenommen worden. Hat dochkeiner der Bewohner von Mühlhausen für einen gött-lichen Gesandten und Propheten, zur Vollendung derchristlichen Offenbarung berufen, sich erklärt; hat dochkeiner, gleich dem Würzburger Thaumaturgen (welcher,seiner Phantasterei) ungeachtet, doch für gut katholisch gilt)
mität sich verborgen Hot, den Herrn von Gemmingen,verdrehet alle seine Worte und verrälh durch rohe Verspot-tung der edclsicn und würdigsten Gefühle die gemein-ste Frivolität. Das Publicum wird solchen Tadel zuwürdigen verstehen, und der Herr von Gcmmingen wirdihn zu verachten wissen.