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Die Rückkehr katholischer Christen im Großherzogthume Baden zum evangelischen Christenthume
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dieses ihres Rechtes bedieneten sich der Freyherr vonGemmingen und die, welche mit ihm aus der katho-lischen Kirche in die evangelische überzugehen beschlos-sen hatten. konnte daher der Regierung nicht inden Sinn kommen, ihre Genehmigung zu verweigern.Katholischer SeikS freylich hätte man die Sache gerngehindert, und man that für diesen Zweck, was mannur konnte. Auch ward ein ivürdigcr und

verständiger katholischer Geistlicher in dieser Absichtnach Mühlhausen geschickt. Allein alle seine Bemü-hungen waren fruchtlos; auch nicht ein einziger vonallen, welche um die Aufnahme in die evangelischeKirche nachgesucht hatten, ließ sich zur Aenderung sei-nes Vorsatzes bewegen.

Mit Genehmigung der Regierung, öffentlich, aufdem von dem Gesetze vorgcschriebenen Wege ging nun-mehr die Sache vor sich, und der feyerliche Act derAufnahme in die evangelische Kirche ward am sechstenMärz dieses Jahres, ohne irgend eine Storung, der-gestalt vollzogen, daß in der ehemaligen Hauskapelledes Freyherrn von Gemmingen, in Gegenwart des er-sten Beamten von Pforzheim und eines eben dahergekommenen evangelischen Geistlichen, der mit dieserHandlung beauftragte zweyte Stadtpfarrer und Land-dekan Sachel zu Karlsruhe eine dem Zwecke derFeyerlichkeit gemäße Rede hielt, hierauf dasGlaubenö-bekenntniß, welches er zuvor nach allen seinen Theilenerklärete, abforderte, und sodann die Versammlung zurFeyer des heiligen Abendmahles vorbereitete, welchesnach dem Ritus der in Baden vereinigten Kirche mitgebrochenem Brode von allen, die in die Gemein-schaft mit dieser Kirche eintraten, gefeyert ward. Die