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Die Rückkehr katholischer Christen im Großherzogthume Baden zum evangelischen Christenthume
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IX
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das sehr unbestimmt. Ueberdiess wurde sich's fragen, obGott nicht selbst als der grösste Proselytenmacher zu be-trachten wäre, wenn er irreligiöse Menschen durch denDrang der Leiden zu bekehren sucht. Eodann soll sich dieProselytenmachern) unerlaubter Mittel bedienen, um ihrenZweck zu erreichen. Aber welche Mittel sind hier uuer-laubt? Vielleicht die, wenn man die Menschen nicht bloss aufdem Wege vernünftiger Ueberzcugung, sondern auch da-durch zu gewinnen sucht, dass man ihre Sinnlichkeit, inAnspruch nimmt und dadurch bewirkt, daß die Gefühle desDankes, der Liebe, des Zutrauens Verrather an ihnenwerden? Aber bedienet sich der himmlische Vater nicht auchleiblicher Wohlthatcn, um die Menschen zur Bekehrungzu führen? Bediente sich Christus nicht seiner wohlthatigcnWunder, um sich Gehör und Zutrauen zu verschaffen?Oder sott die Klugheit, welche sich zur Erreichung ihrerAbsichten der wirksamsten Mittel bedient, hier verboteneList heissen?"

Nach dieser Ansicht würde es gar keine Proselyten-machern) oder Bekchruugssucht geben, sondern alles,was man so genannt hat, würde vernünftiger Ncligious-cifer und beyfallswürdigcs Streben seyn, seinen Glaubenmitzukhcilen und fortzupflanzcn, und wenn der Mensch be-fugt ist, eben so wie Gott auch durch Leiden die Men-schen zur Besserung führt, durch gleiche Mittel andereMenschen zur Annahme seines Glaubens zu bringen, soist damit jede Art der Verfolgung gerechtfertigt. Sehrrichtig aber unterscheidet das allgemeine Urthcil zwischender Bekchrnugssucht oder der Proselytenmachern)und einem zulässigen und vernünftigen Bestreben, seinenGlauben auszubreitcn und mitzukhcilen. Denn erstens istder Mensch ein freycs und selbstständiges Wesen, unddarf als ein solches fordern, dass andere durch ihre Ein.Wirkung auf ihn, seine Frcyheit und Selbstständigkeit nichtverletzen. Dieses Recht aber verletzet man, wenn inan entwederdurch sein persönliches Ansehen, oder durch Drohung und Der-