Druckschrift 
Die Rückkehr katholischer Christen im Großherzogthume Baden zum evangelischen Christenthume
Entstehung
Seite
V
Einzelbild herunterladen
 

V

werden sollen *); auch er sucht den Gesichtspunkt, auswelchem meine Schrift zu betrachten ist, zu verrücken, in-dem er sie, die eine gegen katholicistrcndc Politiker gerichteteApologie des Protestantismus ist, als eine Anklage undVerlaumdung des Katholicismus darsiellt; auch er weistalle Verirrungen und alle Anmaaßungcn der katholischenKirche zu rechtfertigen **); auch er verrath einen, wohl nuraus der Meinungsverschiedenheit hervorgegangcnen, persönli-chen Groll gegen mich durch das Bestreben, meine politischen

*) Sagt er doch S. 22. rund heraus:Im Fache derReligion und Politik ist des Volkes Sache Glaubenund Folgen, und so viel Wissen, als nöthig ist,um das als Pflicht zu erkennen." Durch diese Lehrewird cs in der Thac dem Volke, b. h. allen denen,

welche weder Priester sind, die allein die Gründe des

Glaubens, noch Herrscher, die allein die Gründe der

Gesetze zu kennen brauchen, recht leicht in der Welt gc-

macht; ihre ganze Bildung und Aufklärung ist vollendet,sobald sie erkannt haben, daß Gott den Papst und dieBischöfe zu Stellvertretern Christi und der Apostel, unddie Herrscher zu Verwesern seiner Macht eingesetzt habe;denn sobald sie das wissen, wissen sie genug, um zu er-kennen, daß sie in der Welt sind, um zu glauben, wasman sie zu lehren für gut findet, und z» thun, wasihnen befohlen wird. Ich will mehr wissen.

**) So die Lehre von dem Fegfcucr und der MesseS. 6163., so die Anrufung der Heiligen S. 596N. Auf die hier meiner Behauptung, die dichtendePhantasie habe die Maria und den Chor der Heiligenzwischen Goit und den Menschen gestellt, entgegenge-setzte Frage, wohin man denn anders sie habe stellensollen, und die Aufforderung, eine andere Stelle, die ihnenmit Recht gebühre, nachzuwcisen, wenn ich mich etwabesser auf die Rangordnung im Himmel verstände, dienetzur Antwort, daß mich allerdings das Christenchum Bes-seres hierüber gelehrt hat. Durch dieses nämlich weißich, daß alles, was ist, entweder Gott ist oder Welt,