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Johann Tauler's Nachfolgung des armen Lebens Christi
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Drum kehrt er gerne ein in dieses Herz.

Sein Knmpf ist Dulden,

Sein Helm und Schild Geduld,

Mit ihr besiegt er viele Seelenleiden.

Wird er geschmäht, die Liebe Gottes lehrt ihn schweigen,Lehrt ruhig ihn die Unbill tragen.

In tiefer Demuth stellet er die Frage,

Die Antwort giebt die Sanftmuth und die Güte.

Den Tadel nimmt er leicht und ungekrankt dahin.Nichts flicht er mehr, als Herr zu seyn und Richter

über Andre.

Und aller Menschen Gunst und Lob ist Ekel ihm,

Nur Widriges erheitert sein Gemüthe.

So denke ich nach meinem UnvermögenVon Geistesarmuth und von ihren Wegen.

Nun gebe Gott, daß Alle wir sie in uns finden!

Amen.

V.

Von der Seligkeit des Seyns in Gott.

Gottheit, unermeßner Abgrund,

Von keinem Geiste je erkannt!

Die Du Dir einversenket hast,

Die sind im freien Liebesbande Dir verbunden.Doch fest gebunden ruhen sieIn Deiner überreichen Wesenheit H,

Je mehr und heftiger einer von der Liebe gefangen ist, je freierist er an seinem Herzen und Gemüthe, sagt derselbe Tauler in der Pre-digt auf den ersten Sonntag nach Epiph. S. 128.