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der Herr deutlich genug sagt P: „Ohne Mich könnetihr nichts thun."
Drittens, wenn er nicht nur alle Leiden und vor-kommende Widerwärtigkeiten, sondern auch selbst den Todfreiwillig und um Gottes Willen auf sich nimmt, nichtnur nicht jedem Leiden für Gott sich feige entziehet, die-sem vielmehr, wo nicht mit Freude, doch wenigstens mitGeduld und im Vertrauen auf Gott entgegen gehet, wasaber der Mensch aus sich selbst, ohne Beistand Gottesdurchaus nicht vermag, wie es Paulus offen bekannte'"):„Nur in Gott, der mich stärket, vermag ich alles."
Viertens, wenn der Mensch allem dem, es seyleiblich oder geistlich, sich entziehet, was vermittelnd undhinderen!) die beiderseitige Annäherung zwischen Gott undihm sich angedränget hat oder eindringen will. Diese stö-rende Scheidewand aber kann wahrlich Gott nur alleinganz niederreißen, und findet es der Mensch so in sich,dann darf er überzeuget seyn, daß Gott Seine besondereGnade ihm ertheilet habe; den Willen, den sehnlichenWunsch kann der Mensch wohl darnach haben, die Kraftdazu aber giebt Gott.
Fünftens, kann der Mensch deutlich erkennen, obGottes Wille sein Wille geworden, wenn Gottes Ehre daseinzige Ziel und Ende alles seines Thuns und Lassensist, wenn er allenthalben und immer das Bessere, jadas Beste zur einzigen Verherrlichung und zum PreiseGottes sich wählet und es wirket. Dann ist das Licht derHerrlichkeit in ihm aufgegangen, wenn er nichts anderswünschet und bezielt, als, daß Gottes Verherrlichungstets wachse und zunehme, seine eigene Ehre aber immermehr sich mindere und abnehme, wenn es so ernstlich inseiner Seele steht, das Wort, das Johannes der Täu-fer spracht): „Er soll wachsen, ich aber muß abneh-
*) Aoh. iS, 5.«') Phil. 4 , i3.**»)Joh. 3, 3».