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Johann Tauler's Nachfolgung des armen Lebens Christi
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Mich kommet ihr zum Vater"; und Niemand kommtzum Vater, als durch den Sohn, durch die Menschheitnämlich zur Gottheit.

Z. 43.

Dieses Eingehen nun von der Menschheit Christi mdie Gottheit geschieht auf zweifache Weise. Zuerstnämlich soll man seinen äußeren Menschen, seinen äußer-lichen Wandel mit dem äußeren Bilde und Wandel un-seres Herrn umkleiden, das wird uns vor aller Sündebewahren. Die Menschheit Christi war eine Wiederbrin-gung und Erneuerung des gefallenen Menschen, denn daEr Mensch wurde, nahm Er die Sünde nicht an, aberalles nahm Er an, was sie tilgen und büßen konnte,Leiden nämlich und Sterben, dadurch hat Er uns daSHeil wiedergebracht und das Leben; was aber alles füruns unwirksam und verloren wäre, würden wir uns nichteben auch in diese büßende, die Sünde hassende, dieSünde tilgende Menschheit Christi umkleiden und so ein-gehen in das Leiden unseres Herrn. So werden wirwiedergebracht zu einem unschuldigen, gottgefälligen Leben,anders aber wahrlich nicht; was würde uns das Leidendes Herrn helfen, wenn wir selbst mit Ihm und nachSeinem Vorbilde nicht leiden wollten? Leiden wir aberdurch Ihn, so wie Er gelitten hat durch uns, dann wirdunser Leiden fruchtbar durch Seines und schaffet dasewige Leben, wie der Herr zu Seinen Jüngern sprach '3:„Könnet ihr trinken Meinen Kelch, dann gehet ihr einin Mein Reich." Aus uns vermögen wir das nicht,aber das Leiden unseres Herrn bringt uns dahin; wirkönnen nur fallen und sind gefallen, aufrichten aber undstärken kann uns nur der leidende Menschensohn Chri-stus. Wendest du dich von Ihm, dann stürzest du dichselbst nieder; aus eigener Kraft können wir nicht stehen,das Werk der Erlösung durch Christus kräftiget uns al-

*) Marc. i(>, 38.