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sitzen, dann wird dir die Einkehr in dein Innerstes leicht,dann bist du fähig, den sprechenden Gott in dir zu hö-ren, Ihn aufzunehmen in deinen Geist, was dir danndie süßeste Wonne seyn wird. Peinlich aber und schwerwird diese innere Einkehr dem seyn, unfähig dazu der,dem die volle Kraft aller Tugenden noch abgehet, inwelchem deshalb die Gnade auch nicht wirken kann, undaus sich selbst vermag er es ja doch nicht, er wird sicheine kurze Weile quälen und endlich das Ganze, als einereine Unmöglichkeit für ihn, aufgeben, der SinnlichkeitRaum geben, wo er gewohnte Freuden findet und gleich-sam zu Haufe ist.
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So unbehülflich nun dieser sich in der inneren Ein-kehr seines Herzens befindet, so lästig, peinlich, ja un-möglich ihm ist, lange da auszuhalten, um so süßer undentzückender ist sie dem vollendeten Tugendhaften: hiermöchte er immer seyn und bleiben, Gottes Sprechen,Gottes Wirken in sich zu vernehmen; das ist ihm wohlunendlich mehr als Speise und Trank und irdischer Trostund eitele Freude; innen ist ja Gott, innen sein wahresLeben, außen ist Ekel und Thorheit, Bitterkeit und Todfür ihn. Ach! wie oft werden solche innige Menschen miß-kennct, wie oft als Elende und Bedaurungswürdige an-gesehen! Aber du Thor! der du sie elend wähnest, duweißt nicht, wie wohl ihnen ist, du kennest ihre Freude,ihren Himmel, ihren Gott nicht, der in ihrem Innerenist, du weißt nicht, daß eine jede Tugend, daß ein jedesgottgefällige Werk, in ihnen eine neue Freudenquelle ist;wer sie nun alle zumal hat, sag' an, in welchem Meereder Freude schwimmet dieser! Entgegneft du und sprichst:unser Herr Selbst nennet sie aber doch Betrübte undWeinende und sagt'-'): „Selig sind, die da weinen unstraueren, sie sollen getröstet werden," Siehe nur, diese
) Matth. S, 4-