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bei Ihm bleiben soll, wie Er von Johannes sprach * **) ):„Ich will, daß er so bleibe"; und von Marias: „Siehat den besten Theil erwählet, der ihr nicht mehr soll ge-nommen werden." Wahrhaftig, wem dieser beste Theilgegeben ist, dem bleibet er ewig, er ist ja nicht eine zufäl-lige Gabe, er ist ein wesentliches Geschenk des Herrn, dasihm ewig bleibet; wer jetzt noch treulos werden könnte,würde sich entweder durch den schrecklichsten Abfall versün-digen, oder es wäre unwahr gewesen, basier Gott je inSeinem Lichte erkannt hätte.
Sechstens, stehet dem innigen Menschen ein unaus-gesetzter, ewiger Eingang in die göttliche Wahrheit offen,er kann und wird auch wesentlich zunehmen in der gött-lichen Liebe; denn unergründlich, unermessen und unendlichist Gottes Wesen. Wer einmal in dieses unergründlicheMeer eingezogen worden ist, der versinket ewig, er ist indem unendlichen Gott, der Geist schwebet in Gott, wieder Fisch im Meere und wie der Vogel in der unermesse-nen Luft.
Siebentens, dieses Seyn, dieses Weben undSchweben in Gott wird dem Geiste immer neue Wunderdes Herrn entdecken, neue Wonne, neue Freude, neueWahrheit werden ihm allenthalben zuströmen; denn Gottallein ist des Geistes Genüge, und je mehr er schauet, jegrößer wird sein Sehnen darnach, und je fester und un-verrückter sein Blick auf Gott gerichtet ist, je mehr wird dasinnere Auge geläutert, je klärer und herrlicher erkennet erGott.
Achtens, ist der Menschengeist also erhaben über alleDinge, eingegangen in wesentliche Wahrheit, dann ent-gehet ihm alle Ungleichheit und Ungestalt, er erhält eineGleichförmigkeit, wie er sie ursprünglich hatte, er gehet inGott ein, er entwird sich selbst so sehr und verlieret sichin Gott, so daß er nichts mehr weiß, als Ihn, er lebet,denket, liebet und ist einzig in Ihm. Nun ist ihm auch der
*) Joh. 21, 22.
**) Luc. iv, -js.