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sich entziehen, was sich störend, es sey nun geistlich oderleiblich, zwischen Gott und uns in die Mitte stellet. Nunerst ist wahre Vollkommenheit möglich, und wer die ersteStufe nicht beschütten hat, wird weder zur zweiten, nochweniger zu der dritten gelangen.
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Daraus wird es denn nun deutlich und klar erhel-len, daß sich zeitlicher Reichthum und göttliche Liebe, d. i.die wahre Vollkommenheit in einem und dem nämlichenMenschen nimmermehr zusammen finden können. Obensagten wir schon, daß wir den Reichen die Liebe im All-gemeinen keineswegs absprechen, sie können allerdingsLiebe üben und erweisen, und daß es ihrer Viele thun,wissen wir; daß sie aber aus dem ächten Grunde gött-licher Liebe nicht komme, erkennen wir aus den Beweg-gründen, nach welchen sie Liebe erweisen. Entweder istes natürliche Liebe, oder Zuneigung, die sie treibet, undsie hat nach der Lehre des Evangeliums ihren Lohn da-hin '9, oder sie Handelen liebreich und wohlthätig auswirklichem Gehorsam gegen den Trieb der Gnade in ih-nen, und sie erhalten, wie eben unser Herr saget, ,,denLohn des Propheten" Aber vollkommene Liebe ist siedoch nicht, weil sie wandelbar ist, jetzt ab- nun zuneh-men kann; vollkommene Liebe kann aber nie mehr ab-nehmen, wohl aber wachsen und zunehmen, und ihrersind allein nur jene fähig, die sich alles Zeitlichen gele-diget haben, folglich allem Wandelbaren entzogen und soselbst unwandelbar geworden sind. Wer aber mit demVergänglichen beladen ist, ist wie dieses selbst veränder-lich und wandelbar; in diesem Wanken aber, in diesemZu- und Abnehmen ist Vollkommenheit nicht möglich,folglich auch keine wahre, vollkommene Liebe, uyd ebenso wenig demnach ein beschauliches Leben. Denn eben
*) Matth. 6, S.**) Matth. io, 4>.