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Lehrers mit den Aussprüchen der heiligen Schrift und der all-gemeinen Lehre der Kirche, die er hören soll, so kann ernicht irren. — Nicht stehen bleiben beim Worte und Rathedes Menschen und hören, warten und glauben, was der sagetoder gar befiehlt, sondern Gottes soll er harren und Sei-nes innerlichen und äußerlichen Wortes, wie Er es derKirche anvertrauet hat; dahin wende sich sein Wille undGehorsam, so gelanget er zur wahren Gelassenheit in Gott.Mcnschenrath ist Menschenrath und führet niemals zuwahrer Vollkommenheit; Gottes Rath ist die wahre, gött-liche, vollkommene That; darum abermal: „Selig derMensch (wie David sagt), den der Herr lehret."
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Die Lehre eines frommen und erleuchteten Lehrers istaber doch von Gott, warum soll man ihr nicht geradezufolgen? Die Lehre eines guten, frommen Menschen ist nunfreilich von Gott, aber doch nur mittelbare Lehre, undder, welcher ihrer bedarf, mag sie allerdings befolgen,wenn sie dem Worte Gottes in der heiligen Schrift nichtwiderspricht; ich sage, wer ihrer bedarf: der aber bedarfihrer nicht, den Gott unmittelbar in seinem Innern be-lehret hat. Er bedarf ferner nicht, daß einer der Men-schen ihn lehre; denn Gott hat in ihm ein untrügliches Lichtgeoffenbaret und er hat Gottes und Seiner Belehrung solcheFülle in sich, daß er aller Menschen und aller Menschen-worte und aller Menschenweisheit gänzlich vergisset.
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Dieses unmittelbare Offenbaren Gottes in der Men-schenscele hat zwei Kennzeichen: erstens, im Menschenentstehet ein neues von ihm nie erkanntes Licht; dieses thei-let sich mit einer neubelebenden Wärme, ja mit einer Glutdem Leibe selbst mit, so daß der Mensch auch leiblich undfühlbar gewahr wird der Nähe und des Jnneseyns Gottes.An dieser durchglühenden Flamme des Lichtes erkennet erdessen göttlichen Ursprung; denn kalt ist das Licht, welchesdie Natur mittheilet, heiß und brennend das göttliche Licht.