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geworden? So wirke denn fort, wie die Nothdurft, dieLiebe, die Pflicht dich auffordern, wirke wie Jesus Chri-stus ! Ihm wirst du dich doch noch nicht gleich stellen wol-len? und wäre es, so weißt du ja, wie Er, das wahreWesen aller Lugend, wirkte bis zum letzten Athemzuge.Wohl brachte Er ganze Nächte im inneren Gebete zu, derMorgen aber fand Ihn immer wieder als den wohlthä-tigen, menschenfreundlichen Heiland, Helfer und Erbar-mer in der Mitte der Seinen, der Bedrängten und Ver-lassenen! — Allerdings sollst du einkehren in deinInneres und dort wahrnehmen des göttlichen Lichtes, dasdir zeigen wird, was es von dir verlange und fordere.Folgest du dem Lichte, dann fröhnest du nicht deinem,du huldigest und unterwirfst dich dem Willen und LichteGottes, das dich zu jeder Tugend treiben und belebenwird.
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Es ist aber, entgegnest du, doch immer eine gefähr-liche und zweifelhafte Sache mit dem sogenannten inne-ren Lichte; leicht haltet es Mancher, und Viele schon sindbetrogen worden, für ein göttliches Licht, was am Endeein blos natürliches, oder wohl gar ein teufelisches Lichtist; weit rathsamer wäre es, sich der Belehrung unddein Rathe eines erleuchteten Lehrers anvertrauen, alssich selbst zu trauen? Das ist allerdings wahr und beson-ders da nothwendig, wann der Mensch noch im Zweifelstehet; der soll sich zu seinem Besten der Anweisung undBelehrung eines erleuchteten Mannes anvertrauen. Was ihmdann von demselben gegeben wird, das trage er zur reifenUcberlegung in sein Herz ein, bleibe nicht sklavisch amBuchstaben und dem Worte des Lehrers hangen, er lerneinnerlich und in nöthiger Unterscheidung; was er dann Gu-tes und Ersprießliches dessen inne wird, dem folge er;und damit er auch hier nicht irre, so gehe er vor allenDingen ein in ernste Betrachtung des Leidens und To-des unseres Herrn; was er in dieser Schule lernet, demfolge er und vergleiche das empfangene Menschenwort des