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Unvergänglichen, er hat die Zeit in Ewigkeit, dasVergängliche zum Ewigen, die Kreatur in Gott um-geschaffen. So wirket die Armuth, so rein ist ihrWrrken!
Z. 36.
Drittens machet die wahre Geistcsarmuth das schonbestehende Gute besser, die Tugend erhabener und voll-kommener; denn ein armer Mensch, entlediget des Man-nichfaltt'gen und Vielen, wandelt als solcher ungestört aufdem Wege Gottes, er hat das Eine im Auge uno im Her-zen, Gott, sein Streben ist immer auf das Höchste, Besteund Erhabenste gerichtet, es ist nichts mit und bei ihm,als Gott, er wandelt einsam und für sich seinen Tugend-weg. So kömmt er immer naher der Wahrheit, nimmt im-mer mehr zu während seiner irdischen Wallfahrt, veredeltdas Gute zum Besten, das Hohe zum Höchsten durch seinreines Wirken.
Z. 37.
Endlich viertens zeigt sich das reine Wirken der wahrenGeistcsarmuth auch in seiner zernichtenden Kraft; sie töv-tet die sündliche Neigung, um die Tugend einzupflanzen;was der Mensch hat Sündliches und Gebrechliches vonAdams Falle, die Neigung zum Bösen, dies tödtet sie mitder Tugend, sie pflanzet an die Stelle des zerstörten Bösendas Gute, sie kämpfet mit Tugend gegen die Untugend,denn willst du der Sünde ganz Meister werden, so mußtdu Meister seyn in der Tugend. Das vermag nun aber nurdie wahre Armuth, sie ist der Tod der Sünde, und führtan ihre Stelle die Tugend ein; hast du die Tugend nicht, sohat die Untugend und die Sünde dich, je größer der Besitzder Tugenden, je schwächer die Gewalr der Sünde. Nunaber sind dem Geistesarmen alle Dinge förderlich zur Tu-gend, denn in allen Dingen beabsichtet er Gottes Ehre, undbei ihm trifft das ganz ein, was Paulus sagt: „DemReinen ist alles rein."