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und göttlich nicht ist, freie, Gott allem nur anhangendeMensch, findet in diesem Verlieren Gott, und mit IhmAlles, und so wird das, was nicht sein war, sein Eigen-thum. In ihn gehet der ganze Schatz des Verdienstes Christi,die Tugenden und die frommen Werke aller heiligen undguten Menschen über, so zwar, als ob Alles sein eigenWerk wäre; denn durch dieses Ausgeben aus sich selbst undaller Dinge, die Gott nicht sind, durch dieses Hinwendenmit ganzer Liebe zu Gott tritt er unmittelbar in Gemein-schaft mit Gott und allem Göttlichen. Wohin seine Werkenicht reichen, dahin dringet seine Liebe, und was Anderethun mit Werken, das ergreifet und ziehet sich an seineLiebe; denn die Liebe, sagt der Kirchenlehrer Gregorius,machet fremde Tugend zu unserer eigenen. Und so machetja wirklich der Geistesarmc aus Nichts Etwas, und diesesSchaffen und Wirken ist nicht ein nach und nach werden-des, es ist ein augenblickliches Wirken, Schaffen, Hervor-bringen und Ergreifen aller und jeder, sowohl äußerlicherals innerlicher Tugenden und guten Werke; denn der Armewirket in Innigkeit, in gänzlicher Entblößung seiner selbstund alles Irdischen, er wirket nicht, wie es der Zufallerheischet, oder die Gelegenheit bringet, er wirket wesent-lich, ihm ist, göttlich wirken, zum Wesen geworden, seineTugend ist eine wesentliche, nicht eine zufällige, und des-halb ist die Tugend eines Geistesarmen edeler, denn einesandern, nur nach Gelegenheit tugendhaft wirkendenMenschen.
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Zweitens machet die Armuth aus einem Dinge ein an-deres. Der gewöhnliche Mensch nämlich ist dienstbar derZeit und dem Geschaffenen, er vermag nicht anders, dennmit der Zeit und. den Geschaffenen zu wirken, stehend inder Zeit, lebend und befangen in den Kreaturen ist seinWirken zeitlich, vergänglich und irdisch. Kehret er sich aber,und das thuet der Geistesarmc, von der Zeit und von demGeschaffenen hinweg, hin zu Gott und in die Ewigkeit,dann wirket er mit Gott, er wirket im Ewigen und