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ken, und meinest bei dir, es bedürfe dessen deine schwacheNatur, du wellest sie etwas erquicken, um Gott desto bes-ser dienen zu können; siehe zu, wie du dich täuschest, wiedir der Hinblick auf Gott getrübct, wie du zerstreuet, wiehart und schwer du den Weg zu deinem Herzen wieder,?n-den werdest. Sey fest überzeugt, dich treibe der böse Geist,dich treibe dein eigener Geist; oder meinest du, das Him-melreich bestehe in Essen und Trusten; nennet es Paulusnicht ganz anders, wenn er sagt ch: „Das Himmelreichist Friede, Freude und Gerechtigkeit." Auch das ist vombösen Geiste, wenn man das, was den Armen und Dürf-tigen geboret, und man ihnen geben sollte, an reiche Leutehängt, durch üppige Gastmahle und Wohlleben mit ihnen.Was sucht man darin 's dock wohl nur, daß man uns lobeund ehre, daß man uns wieoer lade, und ach! du ver-säumest dabei die Tugend, und verlierest allen Lohn beiGott, denn du vergißest ganz, was Christus gesagt hat :,, Machest du ein Gastmahl, so sollst du nicht laden deineFreunde und die Reichen, sondern lade die Armen", nimmnicht deinen Lohn hier, sondern im Himmelreiche. Ferner,wenn du in der Einkehr deines Herzens bist, und GottesGnade und Seine Gegenwart in dir wirken will, es dün-ket dich aber, du seyest jetzt zu schwach dazu und vermö-gest die göttliche Wirkung nicht zu ertragen, kehrest dich,ehe du solltest, auf unnöthige Liebeswerke hin und da-durch in Ergötznchkeit der Sinne; wisse es: dazu treibt dichder böse Geist, dazu treibt dich dein eigener, sinnlicher Geist,dem es bekanntlich nickt darum ist, viel und lange innen zuseyn und zu bleiben. Endlich auch da ist der böse Geistim Spiele, wenn sich der Mensch ohne alle Bescheidenbeit,ohne alle Noth, über seine Kräfte gewissen äußerlichen Wer-ken und Uebungen bingiebt, z. B. übermäßigem Fasten,Wacken und dergleichen strengen Uebungen, wodurch derMensch sich nur vor der Zeit zu Grund richtet, seine Sinneschwächet, sich unfähig machet zu ferneren guten Werken,
Nöm. >4, 17.
**) Luc. >4, >2 — ,3.
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