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best, und einiget Sich mit ihm, nach des Apostels Aus-spruch''): „Wer Gott anhanget, der wird Ein Geistmit Gott." Diese Vcrzichtlcistung ihres eigenen Willenshat ihrem Willen erst den rechten Adel, die wahre Höheund Erhabenheit gegeben; nicht nur nicht ist sie dadurchals Sclavin geniederet, sie ist eine Freie geworden, weitmehr und besser, als wenn sie nie darauf verzichtet hätte;wird doch jedes Ding, je näher seinem Ursprünge, um soedler und vollkommener. Ist nun der Wille geciniget mitdem Höchsten und Ursprünglichen, mit der höchsten Frei-heit, so ist er gewiß der edelste und freiste, gnd eine andereFreiheit des Willens giebt es nicht; und in dieser Vereini-gung des Geistes mit dem göttlichen Geiste wirket die Seelemit dem Allmächtigen allmächtig in voller Freiheit, „woder Geist ist, da ist Freiheit", sagt Paulus Est'cn-nest du nun, wie die wahre Armuth des Geistes eine wahreÄhnlichkeit Gottes ist, da sie mit Gott alle Dinge vermag?
§. 17 .
Hier könnte sich nun wohl eine Schwierigkeit ergeben,wenn gefraget würde: wenn der Mensch, der sich seineseigenen Willens Verzichtethat, nun sich hingiebt unter denGehorsam eines andern Menschen, ob das nicht seine Frei-heit störe? In vierfacher Hinsicht, antwortest!), kann, jamuß der Mensch dem andern sich überlassen; erstens mußder Unwissende sich dem Lehrer überlassen; zweitens, ist derMensch noch nicht aller Sünde und allen Gebrechen gestor-ben, schwanket er noch zwischen Tugend und Fehler, dannist ihm wohl ein wahrer Gcistcs-Lehrer nothwendig, demer sich hingebe zum Besserwerden mit sich. Drittens, seyes auch, daß er der Sünde wirklich abgestorben, mit sei-nem Inneren ins Klare, und zur Kenntniß der Wahrheitgelanget ist, so rühmt er sich dessen doch nicht, in tiefer De-muth des Herzens hält er sich für nichts, als einen Sün-
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