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Europa und die Revolution
Entstehung
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III. Gegenwart. 225

der Streit, d»en hier Nothwcndigkeit und Frey-heit führen, ist eine große Schule geworden fürdie Nation, vor deren Augen der Krieg nach al-len Regeln der Kunst, gleich fertig im Angriff,wie in der Vertheidigung, sich führt. Die Libe-ralen haben ihrerseits, wie nicht zu laugnen, gro-ßes Talent, und vor allem rühmliche Beharrlich-keit, die durch keine Schwierigkeit sich ermüden,und durch kein Mißlingen sich abschrcckcn laßt,entwickelt, und ihren Gegnern laßt sich bey schwä-cheren Talenten wenigstens große Sicherheit desInstinkts und Entschiedenheit des Willens in keineWeife abfprechen. Wenn aber beyde Parteyengleich sehr von den heftigsten Leidenschaften sichbeherrschen lasten, so darf man nicht vergessen,daß zwar der Verstand im Winkel kaltblütig seinePlane spinnt, im Leben aber der Affekt sie voll-sichren muß, und daß eine Kammer eben auch dieMasse streitender Leidenschaften zu repräsentirenhat. Nur der Regierung ist die Ruhe und dasMaß wesentlich, und nur, wenn sie fortdauerndbesinnen das Steuer fuhrt, meidend jedes Ertrem,aufrichtig jeden gerechten Anspruch der Zeit erfül-lend, jeden ungerechten, maßlosen entschlossen vonsich weisend, keiner Neaetion sich hingebend, nochirgend einem Mißbrauche der Gewalt, nur dasNothwendige vollbringend, nie die Zukunft vorweg-

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