176 Europa und die Revolution.
Gott die Kraft genommen; sie standen auf, undnun trat der zweyte, große Ausfluß, die zweyteEbbe ein. Stamme, zahlreich, wie jene, derenVerzeichnis Herodot in den Perserzügen mitgetheilt,strömten vom fernen Aufgang; vom Norden undvom Mittag und vom Untergange kam der Anzugherangeeilt; jedes Volk hatte eigene Uubilde zurachen, und eigene Genugthuung zu verlangen.Und Alles zog gegen dieselbe Mitte an, von der anssie vorher die Richtung zu wechselseitigem Verder-ben erhalten hatten; und Alle begegneten sich zu-letzt, nachdem sie zum höchsten Ansteigen gelangt,auf der Hohe jener Hauptstadt, die, eine neueRoma, in die Zeit getreten. Gefallt war derBaum, gebrochen die Weltherrschaft', zerschmettertdie eiserne Krone, die um Europa geschmiedetwar.
Iweymal war nun die Welt von einemAeußersten zum Andern herübergetanmelt; zwey-mal hatte der menschliche Hochmuts) ans die höchsteZinne des Irdischen sich gestellt, und von da ansdie Welt verwirrt; zweymal war diese dagegenaugestiegen, um das Unerträgliche von sich abzu-wenden. Die Verhängnisse hatten zum Unge-messenen gedrängt, und zu den Gerichten, die dortharrend den Frevel erwarteten; darum war es nichtder Nationalversammlung gegeben, von unten her-