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Europa und die Revolution.
alten Reiche, als der Rest jenes Zaubers, den dieordentliche Staatsgewalt auf die Leidenschaften übt,hinweggcsallen. Darum mußte die weinichte Gah- krung, jener schöne Llnflug von Begeisterung fürFrcyheit, Unabhängigkeit, und alles, was den Men-schen ehren und erheben mag, nur allzu schnellvorüber gehen, und es trat bald die zweyte Fer-mentation in die gährende Masse ein, und deresstgsauren Scharfe mischten gallenbittre Leiden-schaften ihren Wermnth ein. Nur allzu schnellwar der kurze Frühling vorbeygegangen, ihm folg-ten in Sommers Brand schlagende Gewitter; denndas Kind, in Lust empfangen, mußte in Mühen ^getragen, und in Schmerzen an's Tageslicht ge-boren werden. ^
In den inneren Antrieben, die ans der Schwacheund Iweyzüngigkeit des Hofes, der Zügellosigkeitder Menge gegenüber, unaufhörlich sich entwickel- iten, war von außen ein neuer Stachel und neue ^Ausforderung hinzugckommen. Die auswärtigenHöfe hatten die neue Lehre gelten lassen, so lange ^sie die eigenen Interessen und die Licenz begünstig-ten; aber da sie in plötzlichem Umschlag nun Hey-den drohend gegenübcrstanden, erschien, was ebenzzoch als Hofphilosophie lieb und werth gewesen, .mit einem Male als verdammlichcr Jacobiner-greuel. Kaiser Joseph hatte kaum eben in Wien ^