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Europa und die Revolution
Entstehung
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,58 Europa und die Revolution

cherstaub zurück, und wie die Vergeßlichkeit wuchs, ^mußte die Vergangenheit mehr und mehr erblei- >chen. Die Ehre der Dynastien und Geschlechter, !.die vorhin im Munde der Sänger bis an die my-thischen Zeiten hinanfgereicht, war nun, da derFaden abgerissen, im Gedächtniß des Volkes aus-gelöscht; unansehnlich und thatenlos, wie sie in derschon beginnenden Entartung unter ihm wandelten,begriff es nicht, worauf ihre Ansprüche auf Machtund Herrlichkeit sich gründen wollten. Das Volkvon heute war selbst dem Volk von ehehin ent-fremdet, und das dritte Geschlecht rückwärts schonins Dunkel zurückgetreten; darum hörte die Ge-genwart auf, die Institutionen der Vorzeit zu be-greifen, und da sie nur allzu oft neuen Bedürf-nissen und Ansprüchen hemmend entgegen traten,entwickelte sich schon früh ein stets zunehmenderHaß gegen alles Historische. Dafür quoll undtrieb die neu eingesogene Gcdankenmasse mit einerimmer wachsenden Federkraft; das Gefühl des Un-zureichenden in den alten Verhältnissen gesellte sichzu jenen unruhigen Trieben, die Lust und Ent-wicklung suchten; und so unterwühlte vom unter-sten Grunde heraus ein innerer zerstörender Geistdie alten Formen, die fortan nur durch ihre Träg-heit sich behaupteten. An den dxey Achsen, diedie bürgerliche Gesellschaft Zusammenhalten, hatten