II. Vergangenheit.
I27
*
nannte klassische Bildung sieng an, als zweytesAuflösungsmittel die herrschende Gedankenwelt an-zugreifen. Bald als jene blinde Seherin, diemagnetische Somnambule, die Wegweiserin aufödem, pfadlosem Meere in Amalfi gefunden war,gierig eine neue, dritte Welt, zu den beydeneben entdeckten, den erstaunten Zeitgenossen auf.Da kamen neue, ungesehene und unerhörte Natur-bildungen herangezogen; Edelsteine mit dem lau-terster! Krystallwasser getränkt; Erze mit allenReichthümern der Unterwelt gesättigt; Pflanzenin wunderseltsamen Gestalten; Thiere, als hättensie von den Arabesken der Phantasienwelt sich los-gerissen ; neue Geschlechter der Menschen, so gestal-tet, als gehörten sie anderen Planeten an. Sowar plötzlich ein neues Eden aufgethan, und seineThiere und Kreaturen traten abermals vor denHerren der Schöpfung hin, auf daß er sie zähle,und sie beyrn Namen rufe. Und er that nachihrem Verlangen, und die Zeit warf sich nun mitder ganzen Kraft eines durch die scholastische Gym-nastik seit lange her geschärften Verstandes auf dieNaturwissenschaften, und ermüdete nicht zu forschenin dem Buche, das die Meisterin selbst geschrieben,und seither unter sieben Siegeln geschlossen erhal-ten. Selbst ein neuer Himmel hatte diesem Stre-ben sich aufgethan, und in den Fahrten nach bey-