Druckschrift 
Europa und die Revolution
Entstehung
Seite
116
Einzelbild herunterladen
 

>?

n6 Europa und die Revolution.

durch die Gegenwirkung der mechanischen Kräftein gleicher Weise leicht eine jener großen E.rplosio-nen, die im allgemeinen Gütcrwechsel das verlorneGleichgewicht wieder herzu stellen sucht. Wie hierdie irdischen, so werden auch die höheren Gegen-sätze immerfort durch die Geschichte in stetem Streitesich begegnen, damit sie sich wechselseitig vor jederAberration bewahren. So bedarf das solarischePrineip an der Erde, irdisch als Kirche dargestellt,irdischen Stoffes und menschlicher Willenskräfte,um im Endlichen zur Wirksamkeit zu gelangen.Mit diesem eingetretenen Elemente aber ist dieGebrechlichkeit in ihr eingekehrt, und im Zwiespaltder Wahl kann sie, wie jede menschliche Institution,in der Erscheinung in ihren Gliedern zum Nieder-stcigcn sich bestimmen, und in Trägheit und feisterSinnlichkeit erstarren, oder in Hochmuth sichentzünden. Dann ist es der Erdgeist, der mit derVerknöcherung und der Entzündung kämpft, unddie gestörte Ordnung wieder gewinnt; wahrend erselbst seinerseits im vermessenen Ansteigen oderverworfener Versunkenheit seinen Meister an jenemhöheren Principe findet. Wenn daher nach eineralten Lehre durch den Zwist ursprünglich die Weltgeworden, nach anderer durch den ersten Eros; stsind es beyde, Streit und Wiederversöhnung inder Eintracht, die sie in ihrem Bestand erhalten,