dem Unglauben der Tod die verlorne Herrschaftwieder über Euch gewinnen, und unter den Schmer-zen der Wiedergeburt allein könnt Ihr, was derFrevel Euch genommen, auf's neue im SchweißeEures Angesichtes Euch erwerben. Die Schlangedes Hochmuths aber, die Euch verfuhrt, soll fortanim Staube kriechen, mit irdischen Gedanken undirdischer Mühsal sich schleppend immerdar. Undes erfolgte nun jene unheilschwere Glaubenstreu-nung, in der die Kirche, wie es ihrem Stiftergeschehen, von Nord nach Süden gekrcutzigt wurde;und es theilte sich Teutschland in den Stammen,und die Halste wich von der alten Höhe, auf de-ren Felsen der gemeinschaftliche Tempel gegründetwar, und baute ans Garizim andere Altäre, umeinem andern Gotte, als dem Gott ihrer Vater,an ihnen zu dienen. Und es entzweyten sich dieBrüder, da jeglicher die Erstlinge seines Fleißesauf den Altar gelegt, und die Rauchsäule von desHirten Opfer gerade auf himmelwärts stieg, die desAckerbauers aber schwer und dick auseinander stoß, undes erfolgte jener dreyßigj ahrige Brudermord,die erste Rache der begangenen Sünde. Als die Pfortedes Niedergangs zum zweyten Male hinter den Gefal-lenen sich geschlossen, da dunkelte wieder tiefer diesinstre Erde; mehr und mehr verschlang die Nachtdes Lichtes, und die fünfte Zeit zog unheil-schwanger langsam herauf. Der Erdgeist aber
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