btt Europa und die Revolution.
Pflanzenblut im Garten Indiens, lichtgelberglänzend auf Persiens Fenerfeldern, purpurnglühend an Griechenlands Olymp, im reinen,ungetrübten, weiß verklärten Himmetsglanze alleinauf Sion. Gebunden war das Böse, und derErdgeist eingelenkt, daß er nicht tiefer in die fin-stere Wüste streifte; gebrochen war des alten Win-ters Macht, aber er würkte noch nach über den Wen-depunkt hinaus, durch die anssteigeuden Zeichen desHeidenthums hin. Darum war Gewaltthat mäch-tig immerfort durch alle Lande; es erhob sich jenerTraumriese, die'metallenen Glieder langsam im-mer weiter aus der Erde windend; eine Welt-monarchie um die andere stieg auf den Scher-benberg, der ein Todtenmal mit Trümmern dieLeiche der früheren umbaute; das Schwerdt warder Hirtenstab der blöden Heerde, die von ihremFührer weg in die Berge hinausgcftohen. Sohatte Babel in Sünden ihre Zeit gelebt; Me-dien, Persien waren, als ihre Blüthe vorbey-gegangen, in Weichlichkeit zerflossen; dann mußtegriechischer Leichtsinn zur Meisterschaft gelan-gen; bis eisernes Beharren römische Arglist sieg-reich machte über Alle. So giengen trübe Tageüber die Erde her, die alte Nacht hatte den wei-ten Mantel um ihre Orgien und ihre Träumehergebreitet; blasser Mondschein, von einer verhüll-