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Europa und die Revolution
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46 Europa und die Revolution.

Natur nach trag und die Tiefe suchend; allerReichthum ist unterirdischer Natur und flammtans den Finsternissen; das Saatkorn selbst mußseine Wurzeln zu ihnen hinuntersenden, damit siein Schacht und Stollen die Schatze zusammen-suchen, die es in der Aehre nkederlegt; und sosind alle Instinkte an den Stoff gebunden, gleich-falls blind und gnomischcr Natur. Die lichten,selbstbewußten Kräfte aber suchen stets Luft undHöhe; sie streben, sich vom Stoffe loszuringen,um ihn von oben herab, nach anderen Gesetzen, alsden seinkgen, zu meistern und zu beherrschen, undihre Bildungen aus ihm heraus an das Licht zntreiben. Dieser Gegensatz druckt sich daher auchwieder in jenen beyden Erdhälften ans, von denendie Eine mit Schätzen gesegnet, still und reich insich selber vegetirt; während die Andere, die soge-genannte alte Welt, in steter Bewegung von allenFederkräften umgetrieben, stets stürmt, und wie einLnstkreis, immer aufgeregt, nie zum Ausschwanken-kömmt. Die andere Achse, die im historischen Ge-biete liegt, zieht sich deutlich vom Ausgange zuutNiedergang. Denn in den Orient setzt alle Über-lieferung den Anfang der Geschichte; dort stehennoch zu dieser Stunde, gleich den versteinertenWäldern und Baumstämmen in der Wüste, jenealten Formen, die von dem Vorherrschen des be-