4o Europa und die Revolution.
geht, sich mit jener rechtlichen Freyhekt, dieden Untergebenen wesentlich beywohnt, zur mora-lischen Möglichkeit verbinden, und in der >Gegenwirkung beyder werden zugleich mit denPflichten auch die Rechte sich gestalten, die, in-dem sie der Gewalt ihre sittliche Schranke setzen,die Unterwerfung zu einer freywilligen erheben.So ist also die Autorität das dritte nothwen-dige Postulat in der Gesellschaft, der dritteGrundpfeiler jeglicher Verfassung, gegen den alledie progressiven Freyheitskräste der menschlichenNatur stets mit der Macht des dritten mora-lischen Arioms andringen, und brechend, wieselbst gebrochen, in immer regem Antagonism diegerade vorbrechende Strömung in eine umlaufendeeinbeugen, und also im Gebiet der Willenskräftedas Beharrliche stets wandelbar, das Wandelbareaber beharrlich machen, jedoch also, daß im Laufder Zeiten in den verschiednen regelmäßig sich fol-genden Verfassnugsformen bald das Eine, danndas Andere überwiegt.
In diesen drey Temperaturen erscheint dieblos äußerliche Vermittlung jener Gegensätze dar-gestellt, die in ihrer äußersten Verbreitung sichbegegnen; aber es gkebt eine andere höhere, idealeEinheit, in der sie in der ganzen Fülle ihrer Be-deutsamkeit auf eine dem Begriffe unerklaxbare