Druckschrift 
Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
Entstehung
Seite
128
Einzelbild herunterladen
 

— 128 —

ein Kandidat in alle Geheimnisse eingewcihet. SemeSchüler durften keine andere Kleider tragen, als solche,wodurch die größte Reinheit der Sitten ausgedrückt wurde.Dabei legte er ihnen ein strenges Stillschweigen von2 bis 5 Jahren auf. Mathematik, Naturkunde, Erfor«schung der Grundprinzipien zur Erkcnntniß Gottes, Theo-logie, Moral, Oekonomie, Politik, Philosophie, Mustk,waren Hauptbeschäftigungen bei ihnen.

Ihr Mahl bestand gewöhnlich aus Brod, Honig undWasser rc.

In Ansehung seiner Zahlenlehre sagte Pythagoras:»Jntclligiblc Zahlen sind die, welche schon vor allen Din«»gen in dem göttlichen Geiste wären, von dem jedes Ding»seine Form empfangen. Sie sind das Modell, wornach»die Welt in allen ihren Theilen gebildet worden ist. Zah«»len sind die Ursache des Wesens der Dinge. Die M o-»nade, oder Einheit ist die Größe, welche,»wenn sie aller Zahl entkleidet, fest übrig bleibt; sie ist»die Quelle aller Zahl. DieDuas ist unvollkommen»und passiv, und die Ursache von Wachsthum und Theü»lung. Die Trias, zusammengesetzt aus der Monas und»Duas, nimmt an der Natur Beider Theil re.«

Er sah ferner das reine und einfache Wesen der Gott-heit als den gemeinsamen Urquell aller Naturformen an,und glaubte, daß die himmlischen Sphären, worin die Pla-neten sich bewegen, indem sie bei ihrem Umschwung denActher theilten, eine musikalische Harmonie hervorbrächten,und daß sein geistiges Ohr diese Harmonie selbst gehöret habe.

Ferner lehrte er: »Feuer ist in der Mitte des Welt-»alls; in der Mitte der 4 Elemente befindet sich die feu-» rigeKugel der Einheit. Der Mond, und die an«»dern elementarischen Körper sind bewohnbar; die Erde ist