Der französiche Abt, Nonotte, hat sich zwar bemühet,mehrere dieser Verfälschungen zu vertheidigen; allein ermuß doch Manches davon eingestehen. Im ersten Bandeseines philosophischen Lexikons 1777, (welches vom PabstClemens XIV. genehmigt worden,) sagt der Verfasser un-ter andern:
Seite 651: "Man bewahrt in dem Büchersaale des" Vatikans eine alte Handschrift von Josephus, die einem"Juden angchörtc, welcher, da er Josephen ans dem grie»»chischcn ins hebräische übersetzte, den Tort, von dem wir»reden, ausgekratzt hatte; man kann die Mäler noch heut»zu Tage wahrnehmen.« Ferner sagt der Verfasser, Seite434, über die falschen Evangelien Folgendes:
»Im vierten Jahrhundert erhielt der heil. Hieronimus»vom PabstDamasius den Auftrag, das ganze neue Testa,»ment durchzugehen rc. — Man erkennt in der Kirche 4»wahre Evangelien; man erkennt mehrere falsche unter de-inen eins ist, welches den Namen führt von den Egyp-»tern; ein anderes von den 12 Aposteln. Basilides hat»es gewagt, eins zu schreiben, welchem er seinen Namen»beigelegt hat Ich weiß auch ein Evangelium von dem»heil. Thomas, ein anderes von dem heil. Matthäus, und»habe noch mehrere andere gelesen; aber wir halten uns»an jene, welche die Kirche gut geheißen hat. — Die er-nsten Ketzer waren die Corinthcr, die Ebioniter und die»Gnostiker. Die Ebioniter verfertigten unter dem Namen»Jakobs und Johannes, Evangelien. Die Gnostiker eins»unter dem Namen Evens, und ein anderes, das sie das»Evangelium der Vollkommenheit nannten. —»Die Markosier zimmerten eine armselige Geschichte der»Kindheit Jesu, welche der heil. Epiphanius für ans-»schweifend angibt. Tatian goß aus den 4 Evangelisten»ein einziges zusammen. — Marcion und die Marcionitcr