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Der Kampf der Finsterniß mit dem Lichte des neunzehnten Jahrhunderts
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Diese Erdichtung brachte die stärkste Wirkung hervor,die griechischen Prinzen waren dadurch der Anmaßung s-schuld überführet, und Gregors Aufruhr hieß: Anspruchseines gesetzmäßigen Erbes. Die Päbstc waren von derPflicht der Dankbarkeit frei und der Karolinger sogenannteGeschenke waren hiernach nichts weiter, als — gerechteZurückgabe eines kleinen Theils vom Kirchen-staate.

So arg war die damalige Unwissenheit und Leichtgläu«bigkeit, daß die abgeschmackteste Fabel mit gleicher Ehrfurchtin Griechenland und Frankreich aufgenommen, und ohneUmstande unter die Dekrete des kanonischen Rechts einge-tragen wurde. Der einzige Widerstand aus einem sabini-schen Kloster, das im Anfänge des zwölften Jahrhundertsdie Wahrheit und Gültigkeit von Konstantins Schenkungbestritt, entdeckte den Betrug. Beim Aufblühen der Wissen-schaften und der Freiheit wurde aber diese Erdichtung vondes Laurenzius Valla (eines beredsamen Kritikers und rö-mischen Patrioten) Feder vernichtet. Die Päbste selbsterlaubten sich wohl ein Lächeln über der Layen Leichtgläu-bigkeit. (Gibbons Geschichte. Ilter Theil. S. 349 — 347.;auch Schmidts Geschichte. 3ter Band. S. 243. 255. 276.341 — 367. 4ter Band. S. 267. 300. Spittlers Kirchen-geschichte S. 191 — 199. Gibbons Geschichte. Ilter Theil.S. 19 — 24. 9ter Theil. S. 12. bis 16.; sodann MüllersAnsicht der Geschichte. 1814.)

Nicht weniger fand sich in dem Vatikan zu Rom dasgeschichtliche Werk von Josephus, in Betreff der jüdischenGeschichte, auf derjenigen Stelle verdächtig, wo von demLeben' Jesu die Rede war. — Auch das Evangelium desMatthäus stimmte nicht mit der Ausgabe desselben von derKirche zu Jerusalem, worin die beiden ersten Capitel fehl-ten. Auch war man uneins wegen der Stelle: Drey sinddie da Zeugen im Himmel re. 1. Joh. 5. 7.