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Mönche nach Rom und endlich durch das ganze römischeReich, fort. (Gibbons Geschichte. 7. B. S. 427.) — Derrstigiöse Fanatismus dieser Mönche gicng so weit, daß sichmmentlich ein gewisser Simeon Stylites, ein junger Hirteaus Syrien von 13 Jahren, in ein strenges Kloster warf,unl seinen Aufenthalt (im Jahre 395 ) 30 bis 40 Meilenostwärts von Antiochien, auf einem Berge nahm. Hierklettwte er in dem Umfange einer Mandra, oder einesKreips von Steinen, an die er sich mit einer schwerenKette befestiget hatte, eine Säule hinan, die allmählig von9 Fuß bis zu 00 Fuß Höhe von der Erde empor stieg;auf der äußersten Spitze derselben ertrug der Anachoret dieHitze von 30 Sommern, und die Kälte von eben so vielWinterr. Gewohnheit und Uebung lehrten ihn, sich indieser gefährlichen Lage, ohne Furcht und Schwindel, zubehaupten, und nach und nach alle die verschiedenen Stel-lungen der Andacht anzunehmen, indem er bisweilen auf-recht stehend mit Kreuzweise ausgestreckten Armen, betete,dann aber sich mit seinem ausgemergelten Körper bis zuden Füßen hcrabbog. Ein Zuschauer, der ihn betrachtete,hatte bereits 1244 wiederholte Verbeugungen gezählt. Einzunehmendes Geschwür an seinem Schenkel brachte ihm denTod. Er gab seinen Geist auf, ohne von seiner Säuleherabzusteigcn. (Gibbons Geschichte. 7ter Band. S. 405.)
So wie sich nun die Zahl der Mönche vermehrte, wuchsauch der Aberglaube des Volks. Die schönsten Tempel derHeiden wurden zerstöret; und im Jahre 389 sogar die schö-ne Bibliothek der Ptolemäer in Alerandrien von 20,000Bänden.
Die Tradition, das wahre Opium, und das süße Giftdes Geistes, wovon, nach Herders Bemerkung, das großeAsien sehr viel genossen hat, brachte allerhand Nachricht»von dem Leben Jesu und seiner Apostel in Umlauf, welche