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große Menge Anhänger der Christen, die dann insgesammtcingestanden, die Stadt angesteckt zu haben, und zwar we-gen ihres Haffes gegen das menschliche Geschlecht. Einigewurden ans Kreuz geschlagen, andere in die Häute wilderThiere genaht und der Wuth der Hunde Preis gegeben rc.
— Die Juden, deren sich eine große Anzahl in Rom be-fand, und die in ihrem Vaterlande unter dem Joche derBedrückung schmachteten, fanden Verteidigerinnen an derschönen Poppäa, Gemahlin und Geliebte des Nero, ausdem Geschlechte Abrahams, und auch an einer Lieblings-schauspielerin jüdischer Religion.
Es ist merkwürdig, daß die Flammen des Krieges fastzu derselben Zeit den Tempel von Jerusalem und das Ka-pitolium zu Rom verzehrten; jenen am 10. Aug. 70 unddieses den 19. Dez. 09. Die Steuern von Jerusalem wur-den zum Wiederaufbau des Kapitols angewendet.
Die Christen hatten sich geschmeichelt, durch Nachahmungder feierlichen Verschwiegenheit, welche in den cleusinischenGeheimnissen herrschten, ihren geheiligten Einrichtungen inden Augen der heidnischen Welt eine höhere Würde zu ge-ben; dadurch aber zogen sie den Verdacht der Heiden aufsich, und wurden als die abscheulichsten Menschen geschil-dert, die sich in ihren finstern Winkeln jede Schändlichkeiterlaubten, und die Gunst ihres unbekannten Gottes, durchAufopferung jeder moralischen Tugend, zu erhalten suchten.Man behauptete, ein neugebornes Kind würde über undüber mit Mehl bestreuet, dasselbe als ein mystisches Sym-bol der Einweihung, dem Messer des aufzunehmenden Pro-selyten dargeboten, der, ohne es zu wissen, dem unschuldi-gen Schlachtopfer seines Jrrthums, manche geheime undtödtliche Wunde beibringe. Sobald die That vollbracht sey,werde das Blut von den Anwesenden getrunken, die zit-ternden Gliedmaßen gierig zerfleischt, um sich, durch dieses
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